Betreute Wohngemeinschaft mit Konsumtoleranz

Im Jahre 2018 wurde an einem neuen Standort eine betreute Wohngemeinschaft mit Suchtmitteltoleranz eröffnet.

Das Angebot ist wie die betreuten Wohngemeinschaften strukturiert und steht substanzabhängigen Personen zur Verfügung, die nicht in der Lage sind abstinent zu leben und bereit sind an der Konsum- und Abstinenzverbesserung zu arbeiten.

Bedingung für die Zusammenarbeit in diesem Angebot sind die Teilnahme in einer Tagestruktur. Weitere Voraussetzungen sind die Fähigkeit zur Transparenz beim Konsum von Substanzen, Konstanz und Verlässlichkeit in der Zusammenarbeit mit der Bezugsperson sowie die Bereitschaft in der externen Einzeltherapie an den persönlichen Themen zu arbeiten. Mit der UP-Kontrolle wird der Substanzkonsum kontrolliert.

Abstinenzorientierte betreute Wohngemeinschaften

Das Integrationszentrum bietet drei abstinenzorientierte intensiv betreute Wohngemeinschaften in Aarau, Rombach und Küttigen an.

Alle Bewohnenden der betreuten Wohngemeinschaften besuchen extern eine Einzeltherapie und sind in einer Tagesstruktur beschäftigt. Mit der Bezugsperson wird individuell an Themen wie Arbeitssituation, Finanzen, Freizeit, Beziehungen und Rückfallrisiken gearbeitet. Bei den Tätigkeiten im Haus (Haushalt und -wartung) steht eine möglichst hohe Selbstverantwortung der Bewohnenden im Vordergrund.

Die Leitung der betreuten Wohngemeinschaften entscheidet unter Einbezug der Gruppensituation über Aufnahmen und Ausschlüsse. Offenheit und Transparenz bilden die Basis des Zusammenlebens.

Die Bewohnenden des Integrationszentrums verpflichten sich zur Abstinenz. Dies wird mit Urinproben und Atemlufttests kontrolliert. In der Peer-/ Recoverygroup wird der persönliche Prozess reflektiert. Standortgespräche dienen der Auswertung des persönlichen Fortschritts und der Festlegung der Austrittsphase.

Begleitetes Wohnen in externen IZ-Wohngemeinschaften oder Einzelwohnungen

Als Zwischenschritt von der betreuten Wohngemeinschaft zur Selbstständigkeit bietet das IZ auch ein begleitetes Wohnen in externen IZ-Wohngemeinschaften oder Einzelwohnungen an.

Der Schritt von der betreuten Wohngemeinschaft in die Selbständigkeit ist für einen Teil der Bewohnenden des Integrationszentrums zu gross und mit einem Überforderungsrisiko verbunden. Auf Basis des erarbeiteten Vertrauens mit der bisherigen Bezugsperson wird die Zusammenarbeit in einer externen IZ-Wohngemeinschaft oder Einzelwohnung fortgesetzt. Das begleitete Wohnen ist abstinenzorientiert. Die Teilnahme in einer Tagesstruktur und der Besuch einer Einzeltherapie sind Bestandteil des externen Wohnens. Transparenz bei Befindlichkeit und Rückfallrisiken sind ein weiteres Element der Zusammenarbeit. Urinproben und Atemluftkontrollen schaffen Sicherheit.